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Behandlungen allg. in der Ergotherapie
Sie ist eine medizinisch-therapeutische Fachrichtung im Heilmittelbereich und Bestandteil des Heilmittelkataloges der Krankenkassen. Diese Behandlungsform nutzt besondere individuell sinnvolle Betätigung, sowie spezielle Therapiemethoden und Therapietechniken, um Fähigkeitsstörungen zu verhüten oder zu verringern. Ziel ist es, ein Maximum von Funktionen und Unabhängigkeit zu erreichen.

Die häufigsten Behandlungsarten:
Hinsichtlich des Therapieschwerpunktes werden in der Ergotherapie die als häufigste Behandlungsarten unterschieden:
  • sensomotorisch-perzeptive Behandlung
  • motorisch-funktionelle Behandlung
  • ergotherapeutisches Hirnleistungstraining
  • psychisch-funktionelle Behandlung
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Therapie - Befundung - Beratung
Die Verordnung für alle Therapieformen erfolgt durch die Allgemeinmediziner (Hausärzte) und Fachärzte (Neurologen, Kinderärzte, Psychiater...) aus dem näheren und weiteren Umfeld. Im Kontakt mit den verordnenden Ärzten können Befunde, geplante Maßnahmen und deren Erfolge ausgetauscht und ihr Einsatz zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt werden. Bevor die eigentliche Therapie beginnt, erfolgt eine problembezogene umfassende Befunderhebung unter Anwendung von Anamnese und standardisierter Testverfahren. Eine ausführliche Beratung hinsichtlich therapiebegleitender Prozesse im direkten Lebensumfeld des Patienten (z. B. Familie, Beruf, Schule, Kindergarten) ist für eine erfolgreiche Behandlung sehr wichtig. Bei der Kinderbehandlung werden die Eltern, bzw. andere direkte Bezugspersonen mit in die Behandlung einbezogen, sofern dies nicht bei aktuellen Therapiezielen kontraindiziert ist.

Regelfallverordnung
Der Heilmittelkatalog der gesetzlichen Krankenversicherung sieht für jede Indikation eine Richtgröße an Behandlungseinheiten vor (z. B. bei kindlichen Entwicklungsstörungen 60 Behandlungen), mit der die Therapie erfolgreich abgeschlossen sein sollte. Besonders in der Kindertherapie, bzw. bei chronischen und dauerhaften Funktionsbeeinträchtigungen ist dies oftmals nicht möglich. In den meisten Fällen ist die Fortsetzung der Behandlung bei gleichbleibender Indikation auch außerhalb des Regelfalls ohne Unterbrechung möglich, wenn der verordnende Arzt die Notwendigkeit bestätigt.